Weihnachtslexikon: Erzgebirge

Erzgebirge

Das Erzgebirge (tschechisch: Krušné hory) ist ein Mittelgebirge und bildet die natürliche Grenze zwischen Sachsen und Böhmen. Knapp nördlich der Kammlinie verläuft die Staatsgrenze zwischen Deutschland und Tschechien. Die höchsten Erhebungen sind Fichtelberg (1.215 m ü. NN) und Keilberg (tschech. Klínovec) (1.244 m ü. NN).

Weihnachtskult Im 16. Jahrhundert wurde das Erzgebirge zum Zentrum des Bergbaus in Mitteleuropa. Der Erzbergbau kam im 17. Jahrhundert, besonders nach dem Dreißigjährigen Krieg, weitgehend zum Erliegen. Durch den sehr starken Rückgang des Bergbaus und der vergeblichen Suche nach neuen Erzvorkommen, mussten die Erzgebirger auf andere Erwerbszweige ausweichen. Landwirtschaftlicher Anbau war jedoch wenig ertragreich und auch der Holzbedarf ließ durch Schließung von Hütten nach. Viele Einwohner waren zu dieser Zeit schon in der Textilproduktion tätig. Da aber auch diese nicht zum Lebensunterhalt ausreichte, entwickelte sich, vor allem im Osterzgebirge, die Holzwaren- und Spielzeugherstellung. Dabei waren die Handwerker, durch die vom Kurfürsten August 1560 erlassene Holzordnung, gehalten das Holz in Böhmen zu kaufen. Das Holz aus dem sächsischen Erzgebirge wurde weiterhin für Bergwerke und Hütten in Freiberg benötigt. Dieser Holzexport führte unter anderem zum Bau der Neugrabenflöße am Flüsschen Flöha. Durch den Rückgang der industriellen Produktion in dieser Zeit wanderten Menschen ohne Bindungen in das Landesinnere Deutschlands oder Böhmens ab.
(Quelle: wikipedia)

Das Osterzgebirge Spielzeugland des Gebirges

Das Erzgebirge ist berühmt für seine Spielwarenherstellung. Mit der Stadt Obernhau beginnt der osterzgebirgische Raum und mit ihm der Bereich der Spielwarenherstellung und kunsthandwerklichen Holzverarbeitung. Das Gebiet um Olbernhau und dem nahe gelegenen Seiffen – dem wohl bekanntesten Ort der Spielzeugfertigung in dieser Region – gehört zu den traditionellen Zentren erzgebirgischen Volksschaffens.

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