Weihnachtslexikon: Räuchermänner

Räuchermänner und Räucherfrauen oder kurz Räuchermännchen

Räuchermänner - am Anfang waren es wohl nur Männer - kamen auf, nachdem in 1848 das Rauchen in der Öffentlichkeit erlaubt wurde. Allerdings gibt es wohl auch schon 1830 eine erste Erwähnung von Räuchermännern oder Raachermannel, wie sie im Ergebirge, aus dem sie stammen heißen. Ferdinand Froh und Gollhelf Haustein gelten als Erfinder dieser rauchenden Figuren, auch wenn sie erst im Jahr 1856 in der Nähe von Seiffen im Erzgebirge die erste Rauchmannfigur geschaffen haben sollen.

Weihnachtskult pyramidenkunst.de schreibt zur Räuchermännern: "Innen ausgehölte Figuren, mit entsprechenden Zuglöchern versehen, und ein großer Mund, aus dem der Rauch emporquoll. Ins Innere der Figur stellt man eine Räucherkerze, welche aus Holzkohle, Sägemehl und Kartoffelstärke hergestellt wurde, und mit dem Duftstoff Weihrauch versetzt ist. Weitere Figuren des dörflichen Alltags entstanden und verzaubern bis heute die Stuben zur Weihnachtszeit mit aromatischen Düften."

Heute gibt es Rauchfiguren (Räuchermänner, Räucherfrauen) in allen Lebenslagen insbesondere natürlich die verschiedensten Berufe (z.B. Lehrer, Schornsteinfeger, Zahnarzt, etc.) aber auch Figuren, die sich mit ihrem Hobby beschäftigen (z.B. schlafen, Fußball spielen, etc.) oder welche in den verschiedensten Lebenslagen (z.B. Oma und Opa). Daneben gibt es auch Märchenfiguren, Schneemänner, Kantenhocker, Qualmguschen, Kalle Guck, Wichtel, rauchende Häuschen und Öfen, rauchende Lokomotiven und Motorräder und rauschende Tiere (smoking animals).

Bücher über Räuchermänner