Weihnachtslexikon: Schwibbogen

Schwibbogen

Der Name Schwibbogen geht auf Schwebebogen aus der Architektur zurück. Der Stützbogen zwischen zwei Mauern wird so bezeichnet.

Weihnachtskult 1778 soll der Berg- und Hufschmied Carl Traugott Teller den ersten schmiedeeisernen Schwibbogenleuchter zu Weihnachten verschenkt haben.

Bei der Gestaltung hatte Teller eine Sitte der Bergleute angeregt. In der letzten Schicht am Weihnachtsabend wurde die traditionelle bergmännische “Mettenschicht” abgehalten. Die Bergmänner hingen ihre Grubenlampen hufeisenförmig an die Wand um symbolisch den Stolleneingang , das Mundloch, darzustellen. Es wurde zur Mettenschicht nicht gearbeitet, sondern gemeinsam gefeiert, gegessen und getrunken, sowie den verunglückten und verstorbenen Kumpel gedacht, die ihr Leben bei der gefährlichen Arbeit lassen mussten.

Bis heute ist der Zauber des Lichterglanzes, der für die meistens in fast völliger Dunkelheit arbeitenden Bergmänner eine besonders große Rolle spielte, erhalten geblieben, und erhellt Fenster und Stuben zur Weihnachtszeit.

Der Brauch große Schwibbögen auch im Freien aufzustellen verbreitete sich erst in der jüngeren Geschichte.

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