Weihnachtslexikon: Weihnachtspyramide

Weihnachtspyramide

Die Vorläufer unserer heutigen warmluftbetriebenen erzgebirgischen Weihnachtspyramide findet man schon im 16.Jahrhundert.

Ursprünglich wurden vor allem in Böhmen pyramidenartige, mit Kerzen bestückte “Trauergerüste” für die Bestattungsfeierlichkeiten kirchlicher Würdenträger und feudaler Herrscher verwendet.

Weihnachtskult Anfang des 18.Jahrhunderts wurde es üblich, bei Festen der katholischen Kirche ähnliche Gestelle zu verwenden. Im Laufe der Entwicklung verbreitete sich die Nutzung dieser Pyramiden in vielen deutschen Gegenden zur volkstümlichen Anwendung. Allerdings ist nicht überliefert, wer die Idee hatte, an einer Achse Scheiben zu befestigen und diese mit Hilfe eines durch warmer Luft angetriebenen Flügelrades in Drehbewegung zu versetzen. Unbestritten ist allerdings, dass diese Erfindung aus dem Erzgebirge kommt.

Vorbild für die ersten warmluftbetriebenen Pyramiden war die Konstruktion des Göpelwerkes, einer Maschine, die im Bergwerk benutzt wurde um das Erz zu fördern. Die ersten sich drehenden Weihnachtspyramiden dürften um 1800 entstanden sein. Die Motive waren häufig auch die Arbeit der Bergarbeiter. Später kamen dann christliche Szenen dazu.

Ein Brauch der sich erst in den letzten Jahrzehnten herausgebildet hat sind die weihnachtlichen Großpyramiden an Straßen und Plätzen. Die Entwicklung als typisches Element der weihnachtlichen Ortsbildgestaltung im Erzgebirge ging erst seit den 60igernund 70iger Jahren dieses Jahrhunderts vonstatten. Meist sind diese Pyramiden von Schnitzvereinen und Handwerkern des jeweiligen Ortes gefertigt und aufgestellt worden. Von Jahr zu Jahr werden es mehr Pyramiden, selbst in Orten fern des Erzgebirges wird dieser schöne Brauch aufgegriffen.

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